Heike Daniel, Ergotherapeutin

Heike Daniel, Ergotherapeutin:

«Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Therapieinhalte so zu gestalten, dass sie in den privaten und beruflichen Alltag übertragbar sind.»

Der Mensch im Umfeld seiner Arbeit

Seit 1998 bieten wir ein Ergonomietrainingsprogramm als festen Bestandteil des Therapieangebots an. Im Oktober 2001 haben wir das Zentrum für arbeitsbezogene Rehabilitation eröffnet. Dieses verfügt über ausgezeichnete Physio- und Ergotherapeuten mit einer Zusatzausbildung in Ergonomie. Unser erklärtes Ziel ist es, arbeitsbedingte Erkrankungen zu verringern und dadurch verursachte Arbeitsausfälle zu reduzieren. Zahlreichen Menschen, die im Spannungsfeld zwischen ihrer Persönlichkeit und den Anforderungen im Beruf litten, haben wir Hilfe geboten.

Die Ergonomie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft. Sie befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen (ergon = Leistung, Beschäftigung, nomos= Gesetz, Lehre). Wir beschäftigen uns in diesem Bereich mit der Anpassung der Arbeitsbedingungen an die Fähigkeiten und Eigenschaften des arbeitenden Menschen. Aber auch mit den Anpassungsmöglichkeiten des Menschen an seine Arbeitsaufgabe.

Was führt die Menschen zu uns?

Unser Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen den Anforderungen der Arbeit und der Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers zu finden. Beschwerden am Haltungs- und Bewegungsapparat sind die häufigste Ursache für eine krankheitsbedingte Abwesenheit am Arbeitsplatz. Diese verursacht nicht nur einen beträchtlichen Anteil der Kosten unseres Gesundheitssystems, sondern hat auch einen massgeblichen Einfluss auf die Produktivität eines einzelnen Betriebes. Erwiesenermassen können diese negativen Effekte durch eine gute Abstimmung zwischen Arbeitsplatz und Arbeitenden deutlich reduziert werden.

Motivation und Leistungssteigerung

Wir bieten Hilfe bei der sekundären Intervention an. Wir vermitteln Kenntnisse von ergonomischen Arbeitstechniken. Durch ein gezieltes Training wird die Leistungsfähigkeit der Berufstätigen so verbessert, dass sie den Arbeitsanforderungen entspricht. Hier setzt die arbeitsbezogene Rehabilitation ihre Schwerpunkte.

Primäre Intervention: Direkt am Arbeitsplatz

Die Ergonomie steht nicht im Gegensatz zur Wirtschaftlichkeit. Im Gegenteil: Durch ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe lassen sich die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern und namhafte Leistungssteigerungen erzielen. An ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen gibt es weniger Unfälle und Erkrankungen und damit weniger Ausfalltage. Die primäre Intervention ist die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Dieser kann den Fähigkeiten und den Bedürfnissen des Menschen angepasst werden.
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