Physiotherapie
Bewegungstherapie (einzeln/Gruppen)
Bewegung zeigt sich in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen als sehr wirksam zur Verbesserung der Körperfunktionen und Wiederherstellung verlorener Aktivitäten. Die Physiotherapie der Klinik Valens nutzt die Vorteile der Bewegungstherapie im Trockenen wie auch im Schwimmbad. Bei grosser Muskelschwäche führt der Therapeut die Bewegungen passiv durch. Sobald der Patient etwas Kraft gewonnen hat, erfolgen die Bewegungen mittels Hilfe des Therapeuten und letztendlich selbstständig unter individueller Aufsicht des Therapeuten, als Gruppentherapie und im speziell erlernten Heimprogramm.
Manualtherapie
Die Hände des Therapeuten sind der wichtigste Bestandteil dieser Therapieform. Der Therapeut erspürt neuro-muskuläre Störungen und korrigiert diese mittels passiven Bewegungen. Je nach Störungsart erfolgen diese passiven Mobilisationen als sanfte langsame Bewegungen oder als Bewegungen mit Impuls. In Ergänzung zur Manualtherapie erfolgt immer eine Bewegungstherapie.
Mund- und Schlucktherapie (F.O.T.)
Die Grundlage dieser Therapieform ist eine genaue Befundaufnahme zur Bestimmung der individuellen Patientenprobleme beim Kauen und Schlucken. Beurteilt werden die Reflexe im Mundbereich wie auch die Aktivität, Koordination und Spannung der Zungen- und Gesichtsmuskulatur. Die Behandlung besteht hauptsächlich aus einer gezielten Bewegungstherapie der betroffenen Abschnitte mit dem Ziel, eine grösstmögliche Schluckfunktion zur Nahrungsaufnahme wie auch Mimik und Sprechfunktion zu erreichen. Dies trägt entscheidend zur Lebensqualität betroffener Patienten bei.
Inkontinenztherapie (Beckenbodentraining)
Bei Stuhl- und Harninkontinenz wie auch bei Verstopfung hat sich ein gezieltes Beckenbodentraining bewährt. Dieses ist in der Regel in drei Schritte aufgeteilt:
- Aufklärung über Anatomie und Physiologie des Beckenbodens / Spüren und Bewusstmachen der Beckenbodenmuskulatur
- Aufbau einer guten Beckenbodenaktivität
- Kräftigung des Beckenbodens bzw. erlernen von «Loslass-Techniken» und des schrittweisen Einbaus der Übungen in den Alltag.
Zusätzlich wird eine Aufklärung bezüglich Trink- und Miktionsverhalten und eine Hilfsmittelberatung (Inkontinenzeinlagen, Analtampons, spezielle Inkontinenzunterwäsche, ev. Pessare) durchgeführt. Biofeedback und Elektrostimulation werden unterstützend zur Wahrnehmung des Beckenbodens eingesetzt.
Medizinische Trainingstherapie (MTT)
Die Medizinische Trainingstherapie ist eine differenziert dosierbare Therapieform zur Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination, Gleichgewicht und Beweglichkeit und hat eine positive Wirkung auf den Umgang mit Schmerzen. Erlernte Arbeitstechniken, Körperhaltungen und Bewegungsabläufe können in der MTT automatisiert werden. Die Patienten üben in der Gruppe an Zugapparaten, Kraft- und Ausdauermaschinen wie auch mit Hanteln. Die Durchführung einer MTT setzt eine genaue Untersuchung zur Diagnostik der muskuloskelettalen Problematik voraus. Nur so kann der Patient problemspezifisch und mit grösstmöglicher Wirksamkeit trainieren.
Lokomattherapie
In der Lokomattherapie erfolgt das Gehtraining auf einem Laufband mittels unterschiedlich anpassbarer Körpergewichtsentlastungen und variabler Unterstützung durch motorbetriebene Beinorthesen. Beides ist individuell auf den Patienten einstellbar. Durch die Entlastung entsteht ein Fallschutz, womit sich der Patient besser auf die einzelnen Schrittphasen konzentrieren kann. Dies ermöglicht eine längere Gehstrecke und somit ein Ausdauertraining. Durch die geführten Gehbewegungen und das symmetrische Schrittmuster erfolgt eine Spastikreduktion. Der Lokomat ermöglicht es auch Patienten mit Koordinationsstörungen, einen normalen Gehrhythmus zu erlangen.
Hippotherapie
Die physiotherapeutische Behandlung erfolgt mit Hilfe eines Kleinpferdes. Der Hippotherapeut geht neben dem Pferd und unterstützt den Patienten mit seinen Händen oder verbalen Instruktionen. Die rhythmischen Bewegungen des Pferdes im Schritt werden auf den Patienten übertragen, welcher diese Bewegungsimpulse ausgleichen muss. Das erklärte Ziel der Hippotherapie ist die Tonusregulation und Verbesserung der Sitzbalance. Daraus resultiert eine Verbesserung der Kraftausdauer und der Rumpfmobilität.
Entspannungstherapie
Durch Erfahren von Entspannungstechniken lernen Patienten schmerz- oder stressbedingte Muskelverspannungen positiv zu beeinflussen. Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung dieser Techniken ist das bewusste Spüren von unphysiologischen Muskelspannungen. Die Wahrnehmungsschulung ist somit ein wichtiger Bestandteil dieser angenehmen Therapieform. Die Patienten sind so sensibilisiert, einfache Entspannungstechniken nach der Entlassung aus der Rehabilition im Alltag weiter anzuwenden.
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